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Samstag, 22. Februar 2014

Tibetischer Raupenpilz - Ein Gedanken kontrollierender Parasit

Cordyceps Sinensis
Tote Geistermotten mit Pilzhyphen des Raupenpilzes
Der Tibetische Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis), auch Chinesischer Raupenpilz oder Tibetischer Raupenkeulenpilz genannt bzw. auf tibetisch 'ja(r)tsa gunbu', ist ein endemischer parasitärer Pilz.


Habitat

Der Tibetische Raupenpilz kommt in einem Bereich von 500 Höhenmetern um die Baumgrenze im zentralasiatischem Hochland vor. Dies sind Höhenlagen zwischen 3'000 und 5'000 M.
Er kommt zwar am zahlreichsten im Tibetischen Hochland vor, ist aber nicht nur in Tibet sondern auch in den Hochgebirgen angrenzender Länder wie China, Nepal, Bhutan, Indien, Myanmar, Kashmir und wahrscheinlich auch in Pakistan, Afganistan, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan anzutreffen.
Den Raupenpilz findet man dort im Gras- und Strauchland, welches mindestens 350 - 400 mM Niederschlag erhält.
Durch die Zunahme der Beweidung in den Hochgebirgen hat sich das Gras- und Strauchland ausgebreitet und damit auch der Lebensraum der graswurzelfressenden Raupen und dessen parasitischen Pilzes deutlich vergrößert.


Lebensweise

Der Tibetische Raupenpilz nutzt die Raupen der Schmetterlingsgattung Thitarodes aus der Familie der Wurzelbohrer, auch Geistermotten genannt. Diese Raupen ernähren sich von jungen Wurzeln der Knöterichgewächse, Hülsenfrüchtler, Sauergrasgewächse (inkl. Schuppenseggen), Süßgräser und Liliengewächse. Werden die Eier der Geistermotte durch die Sporen des Raupenpilzes infiziert, breitet sich der Pilz in der geschlüpften Raupe aus. Dabei befällt der Pilz erst nicht lebensnotwendige Innereien der Raupe. Im Unterschied zu nicht befallenen Raupen bohren sich Befallene nur 15 cM tief ins Erdreich ein. Am Todeszeitpunkt stehen die befallenen Larven oft senkrecht im Boden, mit dem Kopf nicht tiefer als 5 cM unter der Erdoberfläche. Im Frühling wächst der Fruchtkörper aus dem Kopf der Raupe, der dann 5-10 cM aus dem Boden hervorsteht. Die Verhaltensänderungen befallener Raupen werden wie im Fall gewisser Ameisenpilze als Fremdsteuerung der Raupe durch den Pils angesehen.


Menschliche Nutzung

Er wird seit langer Zeit in der Tibetischen Medizin aufgrund seiner vitalisierenden Wirkungen hoch geschätzt. Später wurde er auch von der Traditionellen Chinesischen Medizin entdeckt. Der Hohe Wert der Pilze führte dazu, dass diese auch als Währung genutzt werden.


Systematik

Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Eukaryoten (Eucaryota)
ranglos: Opisthokonten (Opisthokonta)
Reich: Pilze (Fungi)
Unterreich: Dikarya
Abteilung: Schlauchpilze (Ascomycota)
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Sordariomycetes
Unterklasse: Hypocreomycetidae
Ordnung: Krustenkugelpilzartige (Hypocreales)
Familie: Ophiocordycipitaceae
Gattung: Ophiocordyceps
Art: Ophiocordyceps sinensis

Ehemalige Systematik
Bis 2007 genetische Analysen eine genauere Einteilung der Hypocreales erlaubte, wurde der Tibetische Raupenpilz in die Gattung der Kernkeulen (Cordyceps) eingegliedert. Seitdem ist Kernkeule kein Gattungsbegriff mehr, sondern eine Sammelbezeichnung für parasitäre Schlauchpilze.

Ordnung: Krustenkugelpilzartige (Hypocreales)
Familie: Clavicipitaceae
Gattung: Kernkeulen (Cordyceps)
Art: Cordyceps sinensis


Namensherkinft des Tibetischen Raupenpilzes

Der tibetische Name 'Jartsa Gunbu' (in anglisierter Form auch „Yartsa Gunbu“) bedeutet wörtlich „Sommergras-Winterwurm“.
Sein chinesischer Name 'dong chong xia cao' bedeutet wörtlich „Winterwurm-Sommergras“ und ist eine (umgekehrt) wörtliche Übersetzung des tibetischen Namens.
Seinen Artnamen 'sinensis' [lat. - chinesisch] erhielt der tibetische Raupenpilz von Miles Joseph Berkeley, weil er von Europäern zuerst auf chinesischen Märkten gefunden wurde.


>Daniel Winkler: Ophiocordyceps sinensis. Caterpillar Fungus [en]

Sonntag, 2. Juni 2013

Pilzlexikon

Pilzfinder.de bietet Suchmöglichkeiten anhand deutschen Namen, lateinischen Namen und Bildern.
Es werden Angaben gemacht zu Merkmalen, Farbe, Verwechselbarkeit, Vorkommen, Zeitraum, kulinarischer Verwendbarkeit und Besonderheiten.
>  www.pilzfinder.de

Mittwoch, 30. Januar 2013

Pressefreiheit in der Welt

© RSF/ROG
Die ROG-Rangliste der Pressefreiheit vergleicht die Situation der Medien in 179 Staaten und Regionen bis Ende November 2012.
An der Spitze der Rangliste stehen europäische Länder, Schlusslichter sind wie seit Jahren Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan.
Deutschland (Platz 17 (-1)) verbessert sich im Vergleich zu vielen anderen Ländern, fällt in der Rangliste aber einen Platz zurück, weil die Zwergstaaten Andorra (Platz 5) und Liechtenstein (Platz 7) erstmals aufgelistet wurden.
Österreich (Platz 12 (-7)) und die Schweiz (Platz 14 (-6)) fallen aus der Top10.

> Rangliste der Länder 2013
> Erläuterungen zu einigen Entwicklungen zu der Rangliste von 2012.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Eichhörnchen-Notruf e.V.

Die Organisation Eichhörnchen-Notruf e.V. ist ein bundesweit agierender Verein, der sich nicht nur der Aufzucht, Wiederauswilderung und dem Schutz des Europäischen Eichhörnchens widmet, sondern auch dem Kampf gegen die Züchtung und Haltung dieser Tiere.

Das Herz der Organisation stellt hierbei das Netzwerk von über 60 Auffangstationen dar, die sich bundesweit aktiv und durchweg ehrenamtlich für diese Tiere einsetzen. In den vergangenen Jahren konnten wir zudem unser Netzwerk auf Österreich, die Schweiz und Luxemburg erweitern.

Während noch vor einigen Jahren Finder von verwaisten oder verletzten Eichhörnchenjungtieren ohne Informationsquelle und ohne Hilfestellung mit der Versorgung der Tiere auf sich alleine gestellt waren, sorgt heute ein Notfallteam (NT) über eine Servicenummer für fachkundige und professionelle Hilfe.

Wir alle haben langjährige Erfahrung in der Aufzucht und Wiederauswilderung von Eichhörnchen-Findelkindern und stehen auch immer wieder Tierärzten, die sich mit der adäquaten medizinischen Versorgung von Eichhörnchen nicht auskennen, beratend zur Seite. Unser Team setzt sich u.a. aus Tierärzten, Biologen sowie medizinisch und tiermedizinisch ausgebildeten Mitarbeitern zusammen.

Die Qualität und Popularität unserer Arbeit wird allein durch die Zahl der betreuten Tiere deutlich. Im Jahr 2007 konnten 1181 Findelkinder aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen werden. Diese Zahlen sprechen für sich und machen die Arbeit des Eichhörnchen Notrufes auch für Presse und Fernsehen interessant und erwähnenswert. So erschienen allein im Jahr 2007 etwa 50 Artikel, damals noch innerhalb der ESA e.V., über unsere aktive Tätigkeit. Heute erhalten wir Anfragen von National Geographic, dem Stern, ZDF und Vox, um nur einige zu nennen.

Die professionelle Arbeit, die schnelle Unterbringung und Versorgung der Tiere wird in erster Linie durch das sogenannte Notfall-Telefon gewährleistet. Hier gehen alle Notrufe von Findelkindern, verletzten Tieren etc. ein. Mit dem ersten Anruf über das Notfall-Telefon wird eine Art Akte für das betreffende Tier angelegt, die bis zum Tag der Wiederauswilderung fortgeführt wird bzw. mit dieser endet. Auf diese Weise entsteht eine lückenlose Chronik für jedes in Obhut genommene Tier, die gewährleistet, dass wir jederzeit Auskunft über bestimmte Tiere geben können.

Die Rückführung der Tiere in die Natur erfolgt stets nach dem Prinzip der sanften Auswilderung, d. h. die futterfesten Jungtiere kommen mit einem Alter von 8-12 Wochen zunächst in ein entsprechend großes Außengehege, wo sie ihre natürlichen Instinkte, die immer genetisch vorhanden sind, aktivieren können! In den folgenden zwei bis vier Wochen werden Motorik trainiert, die Sinne geschärft und es erfolgt die Anpassung an die natürlichen Begebenheiten, wie Tag/Nachtrhythmus, Temperatur Geräuschkulisse etc. In dieser Zeit nehmen die Eichhörnchen aber auch Abstand von der Menschenhand, die sie aufgezogen hat, und werden schnell wieder zu scheuen, vorsichtigen Wildtieren.

Erst nach diesem Aufenthalt im Auswilderungsgehege sind die Findelkinder soweit auf die Freiheit vorbereitet, dass schließlich frühmorgens, noch vor Sonnenaufgang, das Gehege geöffnet werden kann. Mit und nach dem Öffnen des Geheges erhalten die Jungtiere weiterhin und so lange Zugang zu Futter und Schlafplätzen, bis sie schließlich abwandern bzw. ein eigenes Revier gefunden haben.
> Vollständiger Artikel

Servicetelefon

Haben Sie ein Eichhörnchen gefunden, so können Sie uns zu folgenden Sprechzeiten erreichen:
Montag - Sonntag 10:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 20:00 Uhr
Servicetelefon:
0700 200 200 12

Um das Service-Telefon nicht unnötig zu belasten, bitte allgemeine Fragen rund um das Thema Eichhörnchen via Mail an info@eichhoernchen-notruf.com richten.

Die 10 wichtigsten Schritte zur Erstversorgung von verwaisten Jungtieren finden Sie im 10-Punkte-Plan.

> http://eichhoernchen-notruf.com/

Dienstag, 15. November 2011

Der Wisent zurück in Deutschland

Wisent-Familie in Hessen; Bild: Wisent-Welt-Wittgenstein Der Wisent oder der Europäische Bison (Bison bonasus) ist seit der Ausrottung des Auerochsen Europas schwerstes und größtes Landsäugetier und zudem der letzte Vertreter der wildlebenden Rinderarten des europäischen Kontinents.
Wisente kamen noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. Ihr Lebensraum sind gemäßigte Laub-, Nadel- und Mischwälder. Diesem Lebensraum entsprechend ist der Wisent als Herdentier nur in kleinen Gruppen anzutreffen. Typische Herden umfassen zwölf bis 20 Tiere und bestehen aus Kühen und Jungtieren. Geschlechtsreife Bullen halten sich nur während der Brunftzeit bei den Herden auf.
Der nächste Verwandte des Wisents ist der amerikanische Bison, mit dem er uneingeschränkt kreuzbar ist.
In den 1920er Jahren war der Wisent vom Aussterben bedroht; der letzte freilebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen.
Alle heute lebenden Wisente stammen von nur zwölf in Zoos und Tiergehegen gepflegten Wisenten ab. Die niedrige genetische Variabilität gilt als eine der wesentlichen Gefahren für den langfristigen Erhalt der Art. 1949 lebten in vier polnischen und zwei sowjetischen Zuchtstätten insgesamt 69 reinblütige Wisente und damit etwas mehr als die Hälfte des Weltbestandes.
Nach Anstrengungen seitens Zoos und Privatpersonen, die Art zu erhalten, konnten die ersten freilebenden Wisentherden 1952 im Gebiet des heutigen Nationalparks Białowieża an der polnisch-weißrussischen Grenze wieder ausgewildert werden.
2004 existierten 31 frei lebende Populationen in einer Gesamtstärke von 1'955 Wisenten. Das entsprach rund 60 Prozent des Weltbestandes.
Im Jahr 2006 standen etwa 3'200 reinblütige Wisente im Zuchtbuch. Davon wurden ungefähr 420 in Deutschland, 26 in der Schweiz und 13 in Österreich gehalten.

In Deutschland laufen derzeit zwei Auswilderungsprojekte:

Potenzielle Lebensräume

In einer WWF-Studie wurden 10 Gebiete für eine Wiederansiedelung des Wisents identifiziert.[4]

Besonders geeignet:
  • Müritz-Nationalpark mit der Mecklenburgischen Seenplatte
  • Region Cottbus-Spreewald-Guben
  • Harz
  • Pfälzer Wald 

Geignet:
  • Schwarzwald
  • Spessart
  • Bayerischer Wald
  • Thüringer Wald
  • deutsche Alpen 
  • Region rund um Celle/Hermannsburg


Sonntag, 15. Mai 2011

Human Rights Watch

Human Rights Watch (HRW) ist eine internationale, nichtstaatliche Organisation, die durch unabhängige Untersuchungen und Öffentlichkeitsarbeit für die Wahrung der Menschenrechte eintritt.

Sitz
350 Fifth Avenue, 34th floor, New York, NY, USA.

Gründung
1978 als Helsinki Watch zur Überwachung der Menschenrechtsbestimmungen des KSZE-Abkommens von Helsinki in den Staaten des damaligen Ostblocks. In den 1980er Jahren Gründung von Americas Watch als Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen der Verbündeten der USA in Zentralamerika. 1988 Zusammenschluss aller Watch Komitees zu Human Rights Watch.

Aufgaben
Aufdeckung und Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen weltweit, insbesondere Hinrichtungen, Verschleppungen, Folter, politische Verhaftungen, Diskriminierung, ungerechte Gerichtsverfahren und Verletzungen der Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit sowie Missachtung der Rechte von Frauen und Kindern.

Organe
Der Human Rights Watch Council besteht aus Komitees in 12 Städten in Europa, den USA und Kanada,  acht Beratungsausschüsse zu regionalen und thematischen Arbeitsgebieten mit jeweils einem Vorsitzenden; Exekutiv-Direktor: Kenneth Roth (USA).

Personal
Etwa 190 Mitarbeiter.

Finanzierung
Erfolgt ausschließlich durch private Spenden, Gesamteinnahmen 2005: 39,1 Mio. US-$.


Quelle: Der Fischer Weltalmanach. © Fischer Taschenbuch Verlag in der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2010.

Sonntag, 24. April 2011

Verletzungsanfälligkeit der Population durch Klimawandel

CDVI: climate-demography vulnerability index

Eine Studie von Forschern der McGill University <http://www.mcgill.ca> in der Zeitschrift "Journal Global Ecology and Biogeography" prognostiziert, dass die Bewohner großer Teile Afrikas, Südostasiens, der arabischen Halbinsel und des zentralen Südamerikas in Zukunft am meisten unter den zu erwartenden Folgen des Klimawandel leiden werden.

Die kanadischen Wissenschaftler verbanden dazu Klimamodelle mit aktuellen Bevölkerungszahlen und deren Prognosen bis 2050. Da Armut die Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel einschränkt, sind just die Länder am verletzlichsten, die den geringsten Anteil am Klimawandel tragen - misst man den CO2-Ausstoß pro Kopf.

Freitag, 11. März 2011

Nachrichten von Human Rights Watch

Die aktuellsten Meldungen von Human Rights Watch:

Sonntag, 21. November 2010

Wabenkröten

Wabenkröten (Pipa) sind südamerikanische Froschlurche aus der Familie der Zungenlosen.
Der Name beruht auf ihre absonderliche Art ihren Nachwuchs zu brüten (Vorsicht: Fotos und Video sind gar kein angenehmer Anblick für Trypophobiker).

Systematik:
Domain: Eukaryota
Regnum: Animalia
Phylum: Chordata
Subphylum: Vertebrata
Classis: Amphibia
Ordo: Anura • Subordo
Mesobatrachia
Familia: Pipidae
Genus: Pipa

Fortpflanzung:

Video: Eine weibliche Wabenkröte mit Eiern am Rücken

Männchen und Weibchen machen unter Wasser einen „Paarungstanz“, indem sie während ihrer inguinalen Umklammerung kopfüber Loopings schwimmen. In der obersten Phase eines Loopings stößt das Weibchen einige Eier ab, während gleichzeitig das Männchen sein Sperma abgibt. Das Paar taucht dann wieder nach unten und hier landen die absinkenden Eier dann auf dem Rücken des Weibchens und bleiben dort haften. Das Männchen unterstützt diesen Vorgang durch Anpressen der Eier auf der Rückenhaut mit Hilfe seiner Hinterfüße. Mit der Zeit werden die Eier von der Haut des Weibchens überwachsen und wabenartig eingekapselt (bei den großen Pipa-Arten schließen sich die Waben aber nicht vollständig). Nach 11 bis 12 Wochen schlüpfen schließlich voll entwickelte Jungkröten aus den Rückenwaben.

Erst mit sechs Jahren erreichen die Tiere die Geschlechtsreife.

Vorkommen:
Bolivien, Brasilien, Colombien, Ecuador, Französisch Guinea, Guyana, Peru, Surinam, Trinidad und Tobago, Venezuela

Sonntag, 31. Oktober 2010

Auch der Mensch ist ein Tier




Zoologische Systematik
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung: Altweltaffen (Catarrhini)
Überfamilie: Menschenartige (Hominoidea)
Familie: Menschenaffen (Hominidae)
Unterfamilie: Eigentliche Menschen (Homininae)
Tribus: Hominini (Hominini)
Gattung: Echte Menschen (Homines)
Art (Species): Moderne Menschen (Homo sapiens)

Zur Gattung der Homines gehören die Arten  Homo sapiensHomo troglodytes bzw. Pan troglodytes (Schimpansen) und Homo paniscus bzw. Pan paniscus (Bonobos). Genetisch ist ein Mann einem männlichen Schimpansen ähnlicher als einer Frau (weiblichen Homo sapiens)!
Genetiker kalkulieren je nach ausgewählten Markern, dass sich Homo und Pan maximal 2 bis minimal 0,6 Prozent unterscheiden (während durchschnittlich 4 Prozent zwischen Menschenmännern und -frauen liegen.

    Die im oberen Bild angedeutete Polythelie ist nicht so abstrus, wie es scheint. Wie in diesem Artikel genauer behandelt, besitzt jeder Mensch die Anlage von 10 Brustpaaren, wovon sich jedoch nur ein Brustpaar - bei manchen Menschen jedoch auch mehr - weiterentwickeln.

    Samstag, 18. September 2010

    Walzenspinnen

    c) Alle Rechte vorbehalten von artour_a
    Wissenschaftlicher Name
    Solifugae

    Größe
    Die größten Walzenspinnen messen von Kopf bis Hinterleib bis zu 7 cm; mit Beinen 12cm.

    Giftigkeit
    Giftdrüsen fehlen diesen Tieren.

    Beißkraft
    Die Cheliceren zählen, in Relation zur Körpergröße, zu den stärksten Beißwerkzeugen im Tierreich. Sie können Gestein bearbeiten und in zähen Kadavern sowie an Säugetieren tiefe Fleischwunden reißen. Ihr Biss ist für den Menschen sehr schmerzhaft und kann große Schwellungen durch Infektionen hervorrufen.

    Schnelligkeit
    Walzenspinnen sind äußerst schnell in ihrer Fortbewegung (16 km/h - fast halb so schnell, wie der schnellste Mensch der Welt!), die sie jedoch oft ruckhaft unterbrechen, was vermutlich daher rührt, dass die Tiere als Atmungsorgane lediglich Tracheen besitzen.

    Aggressivität
    Walzenspinnen sind aggressive Tiere, die sich oftmals auch größeren Gegnern stellen, in der Regel jedoch größere Tiere nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Daher sind Bisswunden bei Menschen eher selten und meist auf Fehler im Umgang mit diesen Tieren zurückzuführen.

    Vorkommen
    Die Walzenspinnen leben meist in Trockengebieten, dabei vor allem in Wüsten und Steppengebieten. Einige Arten sind im Mittelmeerraum zu finden. Die meisten Arten sind nacht- oder dämmerungsaktiv und verbringen den Großteil des Tages in selbstgegrabenen Wohnröhren unter Steinen. Die nordamerikanische Art Mossamedessa abnormis lebt allerdings weitgehend unterirdisch.

    Nahrung
    Walzenspinnen ernähren sich in erster Linie von Insekten, Webspinnen, Skorpionen, anderen Walzenspinnen und sogar kleinen Reptilien.

    Lebensweise der Walzenspinnen
    Sie suchen aktiv nach Beute, die durch die Pedipalpen festgehalten und durch die schweren Cheliceren aktiv zerkleinert wird. Die Nahrung wird außerhalb des Körpers vorverdaut und gelangt bereits in breiigem Zustand in den Verdauungstrakt.

    Drohgebärden
    Bei Gefahr drohen die Walzenspinnen dem potentiellen Angreifer mit den Cheliceren, wobei einige Arten auch durch das Aneinanderreiben der Zangen stridulieren können.

    Reproduktion
    Die Eiablage erfolgt in speziell gegrabenen Brutkammern. Die Eier werden hier von den Weibchen bewacht und verteidigt (Brutpflege). Über mehrere Nymphenstadien (Anzahl nach Art verschieden) entwickeln sich die Tiere zu ausgewachsenen Walzenspinnen.



    Trivia
    In den USA seit dem Irakkrieg sehr bekannt unter dem Namen camel spider. Geht auf die unter den GIs erzählte Legende zurück, dass Walzenspinnen Kamele töten könnten. Die in den Nordamerikanischen Wüsten heimischen Arten der Walzenspinnen, sind dort eher unter dem Namen sun spiders bekannt.
    Der wissenschaftliche Name Solifugae - lateinisch: Sonnenflüchter - beruht auf die Lichtscheuheit der meisten Walzenspinnen. Wer einer Walzenspinne den Schatten wegnimmt (z. Bsp. einen Stein aufhebt) kann die erschreckende Erfahrung machen, dass die Walzenspinne in ihrer unglaublichen Geschwindigkeit zum nächsten Schatten flüchtet, der nicht selten der eigene Schattenwurf ist!


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    Samstag, 11. September 2010

    Der größte Tausendfüßer der Welt: Der peruanische Riesengelbfußhundertfüßler

    [es] Ciempiés gigante
    El cienpiés gigante (Scolopendra gigantea) es la escolopendra más grande del mundo. Mas aqui.

    [en] The Scolopendra gigantea
    (also known as Peruvian giant yellowleg centipede and Amazonian giant centipede) is the largest representative of the genus Scolopendra, regularly reaching lengths of 26 cm (10 in) and can exceed 30 cm (12 in). More here.

    [de] Der peruanische Riesengelbfußhundertfüßler oder Amazonas-Riesenskolopender ist gewöhnlich 25cm lang, kann jedoch sogar Längen von über 30cm erreichen.
    Foto: barloventomagico
    Video: Riesenskolopender erbeutet eine Tarantel


    Der Riesenskolopender ist Fleischfresser und erbeutet nicht nur andere Gliederfüßer wie etwa Taranteln (wie im video gezeigt), sondern auch Eidechsen, Frösche, Mäuse, Fledermäuse und sogar Vögel.

    Dazu hat sich das erste Beinpaar zu großen Giftklauen umgebildet und die Mundwerkzeuge sind derart kräftig, dass sie sogar Chitinpanzer zerteilen können.

    Montag, 23. August 2010

    Avibase: Vogel-Datenbank

    Avibase ist eine in nahezu 15 Jahren entwickeltes umfangreiches Datenbank-Informations-System über alle Vögel der Welt. Sie enthält nahezu 5 Million Aufzeichnungen über 10.000 Spezies und 22.000 Subspezies von Vögeln, einschließlich Verbreitungs-Informationen, Taxonomie, Synonyme in mehreren Sprachen und anderes. Diese Seite wird durch Denis Lepage betreut und durch Bird Studies Canada, kanadischer Mitinhaber von Birdlife International betrieben.

    Avibase ist multilingual: 19 verschiedene Sprachen.

    Beispiel: Mönchsgeier
    Ordnung: Falconiformes
    Familie : Accipitridae


    Englisch:Cinereous Vulture
    Wissenschaftlich : Aegypius monachus

    Protonym: Vultur Monachus


    Avibase ID: 158BDC90F07DF1D2

    Taxomic Serial Number: TSN: 175494
     
    Tschechisch: sup hnědý
    Deutsch: Mönchsgeier
    Dänisch: Munkegrib
    Spanisch: Buitre Negro
    Finnisch: munkkikorppikotka
    Französisch:Vautour moine
    Isländisch:Kuflgammur
    Italienisch:Avvoltoio monaco
    Japanisch: kurohagewashi
    Japanisch:クロハゲワシ
    Niederländisch:Monniksgier
    Norwegisch:Munkegribb
    Polnisch:sęp kasztanowaty
    Portugiesisch:Abutre-preto
    Slowakisch:sup tmavohnedý
    Schwedisch: Grågam

    Synonyme in weiteren Sprachen
    Links zu weiteren Nachschlagewerken


    L Avibase: http://avibase.bsc-eoc.org/