Sonntag, 13. April 2014

Yakón - Andines Nahrungsmittel

Smallanthus sonchifoliusRH . (3)

Yakón

- im Spanischen meist 'Yacón' geschrieben; botanischer Name 'Smallanthus sonchifolius' (Syn.: Polymnia edulis, P. sonchifolia) - ist eine Pflanzenart der Gattung Smallanthus aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus Südamerika und wächst in den Hochebenen der Anden, wo sie seit Jahrhunderten zu einem wertvollen Nahrungsmittel zählt. Der Geschmack der Wurzelknollen erinnert an eine Birne oder Honigmelone.
Achtung: Yakon wird oft mit Yambohne - im Spanischen Jicama genannt - verwechselt!

Namen

Etymologie
Yakon geht auf das Wort 'yaku' zurück. Es stammt aus dem Waywash - einem Dialekt des Ketschua - und bedeutet 'Wasser'.

Andere Namen und Schreibweisen sind:
aricoma, arboloco, aricona, arikuma, colla, ipio, jacón, leafcup, llacon, llacoma, polaco, puhe, taraca, yacuma, yacumpi  Touristen bekommen auch die Bezeichnungen "poire de terre" oder "Peruvian ground apple" zu hören.
Yakon wird oft Jicama gleichgesetzt. Jicama ist eigentlich der Name für die mit Yakon nicht näher verwandte Yambohne. Dessen Wurzelknollen sind ebenfalls essbar und weisen einen ähnlichen, wenngleich weniger süßen und blumigen Geschmack auf. Daher wird Yakon oft auch unter dessen verschiedenen Namen bzw. Schreibweisen verkauft: chiriguano, jicama, jiquima, jikima, jiquimilla, shicama. Auf Märkten mit Touristen werden diese Wurzelknollen auch als "mexican potato" oder "potato bean" beworben.

Lebensraum 

Das Habitat der Yakon sind die peruanischen Hochanden (2'000 - 3'500 M) [1]


Beschreibung

Jicama Ecuador
Wuchshöhe: 1,5 bis 3 M.

Wurzelknolle: Länge 25 cM; Durchmesser bis zu 10 cM

Blüten: Farbe Gelben bis Orange.


Biologische Einordnung 

Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Eukaryoten (Eucaryota)
ranglos: Archaeplastida
ranglos: Chloroplastida
ranglos: Charophyta
Reich: Pflanzen (Plantae)
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
ranglos: Eudikotyledonen
ranglos: Kerneudikotyledonenranglos: Asteriden
ranglos: Euasteriden II / Asteriden II (campanulids)
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Millerieae
Gattung: Smallanthus
Art: S. sonchifolius


Menschliche Nutzung von Yakon

Yakon zählt in den Andenstaaten Südamerikas seit Jahrhunderten zu einem wertvollen Grundnahrungsmittel. Die Yakon-Knolle enthält vor allem Wasser, Saccharide (insbesondere Oligofruktane), Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen sowie einige wichtige Vitamine (B1, B2, C). Das zarte Knollenfleisch wird als Gemüse und Salat zubereitet oder auch pur gegessen. Geschmacklich erinnert die Yakonknolle, die zum größten Teil aus Wasser besteht, an eine Honigmelone oder Birne.

Inzwischen wurde Yakon jedoch auch von der modernen Lebensmittelindustrie entdeckt: Untersuchungen haben gezeigt, dass die Knolle einen hohen Anteil an Fructose hat, welche größtenteils in Form des Speichermolekül Inulin beziehungsweise als Fructooligosaccharide (FOS) vorliegt. Durch diese Zusammensetzung ist die Yakon-Pflanze diätisch interessant. Zudem sollen Wirkstoffe in den Blättern der Pflanze den Blutzuckerspiegel aktiv senken. In Südamerika werden die Blätter daher von Diabetikern auch als Tee verwendet.


>Weitere Bilder bei Wikimedia Commons

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[1] Verpackungsangabe bei luftgetrockneten Yacón-Wurzelscheiben der Pharmos Natur GmbH
[2] Artikel auf La Patria online 2013/11/05 [es]
>http://lapatriaenlinea.com/?nota=23792

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