Dienstag, 8. Januar 2019

Karte - Menschen; Populationsdichte

Screenshot >pudding.cool/2018/10/city_3d/
Interaktive Weltkarte "Human Terrain"
Der Ingenieur Matt Daniels hat eine neue interaktive Karte erstellt, um die Populationen der Erde zu visualisieren. Das Projekt mit dem Namen "Human Terrain" beinhaltet extrudierte, blockweise Populationsdaten für Städte auf der ganzen Welt, um den Betrachtern einen detaillierten Einblick in die Populationsverteilung zu geben. Daniels verwendete Daten aus dem Global Human Settlement Layer und verarbeitete sie mit Hilfe der Google Earth Engine, um eine bergige digitale Topografie zu schaffen.
Die Form jeder Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Populationsdichte besser veranschaulicht. Daniel's erstellte eine 3D-Ansicht, um das "Weltzentrum der menschlichen Masse" zu sehen. Verschiedene Städte nehmen unterschiedliche Formen an: Paris und London sind die größten Gipfel in ihren jeweiligen Gebieten, mit einem langsamen Abstieg, der die Suburbanisierung verdeutlicht.
Dieses Projekt nutzt die Daten der Global Human Settlement Layer und nutzt die Vorteile von "Satellitenbildern, Volkszählungsdaten und freiwilligen geografischen Informationen", um das Populationsdichtemodell zu erstellen.


>https://pudding.cool/2018/10/city_3d/
{nichts für schwachbrüstige Rechner; etwas Geduld beim Laden der Daten nötig}

Noch größerer Screenshot:

Sonntag, 29. Juni 2014

Meerwasser-Lexikon

Lexikon für alle Meerestiere und Meerespflanzen der Ozeane der Erde 

Es entstand im Jahr 2000 mit der Idee, Erfahrungen zu Lebewesen über das Verhalten in Aquarien zu sammeln. Durch viele Taucheraufnahmen hat sich das Lexikon in den Jahren etwas gewandelt und geht nun vielfach über die Haltung in Aquarien hinaus.

>www.meerwasser-lexikon.de

Sonntag, 13. April 2014

Yakón - Andines Nahrungsmittel

Smallanthus sonchifoliusRH . (3)

Yakón

- im Spanischen meist 'Yacón' geschrieben; botanischer Name 'Smallanthus sonchifolius' (Syn.: Polymnia edulis, P. sonchifolia) - ist eine Pflanzenart der Gattung Smallanthus aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus Südamerika und wächst in den Hochebenen der Anden, wo sie seit Jahrhunderten zu einem wertvollen Nahrungsmittel zählt. Der Geschmack der Wurzelknollen erinnert an eine Birne oder Honigmelone.
Achtung: Yakon wird oft mit Yambohne - im Spanischen Jicama genannt - verwechselt!

Namen

Etymologie
Yakon geht auf das Wort 'yaku' zurück. Es stammt aus dem Waywash - einem Dialekt des Ketschua - und bedeutet 'Wasser'.

Andere Namen und Schreibweisen sind:
aricoma, arboloco, aricona, arikuma, colla, ipio, jacón, leafcup, llacon, llacoma, polaco, puhe, taraca, yacuma, yacumpi  Touristen bekommen auch die Bezeichnungen "poire de terre" oder "Peruvian ground apple" zu hören.
Yakon wird oft Jicama gleichgesetzt. Jicama ist eigentlich der Name für die mit Yakon nicht näher verwandte Yambohne. Dessen Wurzelknollen sind ebenfalls essbar und weisen einen ähnlichen, wenngleich weniger süßen und blumigen Geschmack auf. Daher wird Yakon oft auch unter dessen verschiedenen Namen bzw. Schreibweisen verkauft: chiriguano, jicama, jiquima, jikima, jiquimilla, shicama. Auf Märkten mit Touristen werden diese Wurzelknollen auch als "mexican potato" oder "potato bean" beworben.

Lebensraum 

Das Habitat der Yakon sind die peruanischen Hochanden (2'000 - 3'500 M) [1]


Beschreibung

Jicama Ecuador
Wuchshöhe: 1,5 bis 3 M.

Wurzelknolle: Länge 25 cM; Durchmesser bis zu 10 cM

Blüten: Farbe Gelben bis Orange.


Biologische Einordnung 

Samstag, 22. Februar 2014

Tibetischer Raupenpilz - Ein Gedanken kontrollierender Parasit

Cordyceps Sinensis
Tote Geistermotten mit Pilzhyphen des Raupenpilzes
Der Tibetische Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis), auch Chinesischer Raupenpilz oder Tibetischer Raupenkeulenpilz genannt bzw. auf tibetisch 'ja(r)tsa gunbu', ist ein endemischer parasitärer Pilz.


Habitat

Der Tibetische Raupenpilz kommt in einem Bereich von 500 Höhenmetern um die Baumgrenze im zentralasiatischem Hochland vor. Dies sind Höhenlagen zwischen 3'000 und 5'000 M.
Er kommt zwar am zahlreichsten im Tibetischen Hochland vor, ist aber nicht nur in Tibet sondern auch in den Hochgebirgen angrenzender Länder wie China, Nepal, Bhutan, Indien, Myanmar, Kashmir und wahrscheinlich auch in Pakistan, Afganistan, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan anzutreffen.
Den Raupenpilz findet man dort im Gras- und Strauchland, welches mindestens 350 - 400 mM Niederschlag erhält.
Durch die Zunahme der Beweidung in den Hochgebirgen hat sich das Gras- und Strauchland ausgebreitet und damit auch der Lebensraum der graswurzelfressenden Raupen und dessen parasitischen Pilzes deutlich vergrößert.


Lebensweise

Der Tibetische Raupenpilz nutzt die Raupen der Schmetterlingsgattung Thitarodes aus der Familie der Wurzelbohrer, auch Geistermotten genannt. Diese Raupen ernähren sich von jungen Wurzeln der Knöterichgewächse, Hülsenfrüchtler, Sauergrasgewächse (inkl. Schuppenseggen), Süßgräser und Liliengewächse. Werden die Eier der Geistermotte durch die Sporen des Raupenpilzes infiziert, breitet sich der Pilz in der geschlüpften Raupe aus. Dabei befällt der Pilz erst nicht lebensnotwendige Innereien der Raupe. Im Unterschied zu nicht befallenen Raupen bohren sich Befallene nur 15 cM tief ins Erdreich ein. Am Todeszeitpunkt stehen die befallenen Larven oft senkrecht im Boden, mit dem Kopf nicht tiefer als 5 cM unter der Erdoberfläche. Im Frühling wächst der Fruchtkörper aus dem Kopf der Raupe, der dann 5-10 cM aus dem Boden hervorsteht. Die Verhaltensänderungen befallener Raupen werden wie im Fall gewisser Ameisenpilze als Fremdsteuerung der Raupe durch den Pils angesehen.


Menschliche Nutzung

Er wird seit langer Zeit in der Tibetischen Medizin aufgrund seiner vitalisierenden Wirkungen hoch geschätzt. Später wurde er auch von der Traditionellen Chinesischen Medizin entdeckt. Der Hohe Wert der Pilze führte dazu, dass diese auch als Währung genutzt werden.


Systematik

Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Eukaryoten (Eucaryota)
ranglos: Opisthokonten (Opisthokonta)
Reich: Pilze (Fungi)
Unterreich: Dikarya
Abteilung: Schlauchpilze (Ascomycota)
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Sordariomycetes
Unterklasse: Hypocreomycetidae
Ordnung: Krustenkugelpilzartige (Hypocreales)
Familie: Ophiocordycipitaceae
Gattung: Ophiocordyceps
Art: Ophiocordyceps sinensis

Ehemalige Systematik
Bis 2007 genetische Analysen eine genauere Einteilung der Hypocreales erlaubte, wurde der Tibetische Raupenpilz in die Gattung der Kernkeulen (Cordyceps) eingegliedert. Seitdem ist Kernkeule kein Gattungsbegriff mehr, sondern eine Sammelbezeichnung für parasitäre Schlauchpilze.

Ordnung: Krustenkugelpilzartige (Hypocreales)
Familie: Clavicipitaceae
Gattung: Kernkeulen (Cordyceps)
Art: Cordyceps sinensis


Namensherkinft des Tibetischen Raupenpilzes

Der tibetische Name 'Jartsa Gunbu' (in anglisierter Form auch „Yartsa Gunbu“) bedeutet wörtlich „Sommergras-Winterwurm“.
Sein chinesischer Name 'dong chong xia cao' bedeutet wörtlich „Winterwurm-Sommergras“ und ist eine (umgekehrt) wörtliche Übersetzung des tibetischen Namens.
Seinen Artnamen 'sinensis' [lat. - chinesisch] erhielt der tibetische Raupenpilz von Miles Joseph Berkeley, weil er von Europäern zuerst auf chinesischen Märkten gefunden wurde.


>Daniel Winkler: Ophiocordyceps sinensis. Caterpillar Fungus [en]

Dienstag, 21. Januar 2014

Lustige Tierwelt - Katze und Eichhörnchen

Das Eichhörnchen war ein Heimtier bevor es ausbüchste. Nun schaut es immer mal wieder vorbei, um mit der Katze zu spielen.

Sonntag, 17. November 2013

Ayrampo - Ein nützlicher andiner Feigenkaktus

Ayrampo - botanischer Name 'Tunilla soehrensii' - ist eine Pflanzenart der Gattung Tunilla, die eine Geschwistergattung der weitaus bekannteren Gattung Opuntia darstellt. Ebenso wie Opuntia tragen Tunilla Früchte. Diese Früchte werden im Deutschen als 'Kaktusfeigen' und im Englischen als 'prickly pears' bezeichnet. Im Spanischen gibt es regional unterschiedliche Bezeichnungen: 'nopales' in Nordamerika, 'tunas' in Südamerika) und 'higos chumbos' in Spanien. Auch wenn diese Namen auf alle Arten von Feigenkakteen (Opuntieae) angewendet werden, beziehen sie sich jedoch meistens auf Früchte des Indianischen Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica).

Der Botanist Alberto Vojtěch Frič benannte die Gattung Tunilla 'Airampoa'. Der Name 'Ayrampo' kommt aus dem Quechua [1] [8], weshalb es verschiedene Transkriptionen gibt: Airampo [2] [3] [6], Ayranpu [7] [8],  Haranpu [8], Ayrampu [6], Airampu [9], Irampo [1].

Lebensraum 

Ayrampo ist eine endemische Kakteenart des Altiplano (südlichen Peru, Bolivien, nördlichen Chile und nördlichen Argentinien). Sie wächst in Höhen ab 3'000 m; am besten jedoch zwischen 3'300 und 4'000 m. [5]


Menschliche Nutzung von Ayrampo

Technische Nutzung

Blume und Frucht enthalten einen natürlichen Farbstoff. Er wird dazu verwendet, um Textilien Karminrot zu färben. [2] [5] [6] [9]

Kulinarische Nutzung


  • Nahrungsmittelfarbstoff
    Ayrampo wird benutzt um Nahrungsmittel wie Getränke, Hustensaft, Brot- und Backwaren zu färben. [2] [3] [5] [6]
  • Tee
    Die Samen werden zur Herstellung von Tee und Eistee benutzt. [2] [3] [8]
  • Speiseeis
    Ayrampo wird auch bei Speiseeis verwendet, welches anscheinend mit etwas Zimt genossen wird. [2] [3]

Medizinische Nutzung


  • Antipyretik
    Tee aus den Samen wirkt hilft hohes Fieber zu bekämpfen. [2] [3] [4] [6] [8] 
  • Antiphlogistik
    Der Tee wirkt außerdem entzündungshemmend [5] auf Schleimhäute, wie bei Konjunktivitis (als Augenspülung) [4] [6] [8] oder Geschwüren wie Aphthen (Rezidivierende orale Aphthen) [1] [4] [6] oder Magengeschwüren [2].
  • Laxativ
    Der Saft aus den ausgequetschden Kladien des Ayrampo wirkt abführend. [1]


Mittwoch, 16. Oktober 2013

World Wide Fund For Nature (WWF)


Typ
Stiftung

Gründung
1961

Sitz
Schweiz/Gland

Aktionsraum
Global

Schwerpunkt
Natur- und Umweltschutz

Webadresse
>www.panda.org

Mitarbeiter
rund 4'000

Standorte
in etwa 100 Ländern

Projekte
mehr als 2000

Förderer
über 5 Millionen

Budget
2006 über 374 Millionen Euro

Methoden
klassische Lobbyarbeit, „Ökosponsoring“ durch Wirtschaftsunternehmen und der finanziellen sowie personellen Unterstützung großer, auf Dauer angelegter Schutzprojekte.

Geschichte
Die Organisation wurde am 29. April 1961 als World Wildlife Fund in der Schweiz gegründet. Noch im Gründungsjahr entstanden Sektionen in Großbritannien, der Schweiz und den USA. Es folgten Sektionen in Deutschland (1963), den Niederlanden,Österreich und Südafrika.

Der WWF (Deutschland) über sich selbst
Unsere Mission: Bewahrung der biologischen Vielfalt – ein lebendiger Planet für uns und unsere Kinder

Erfolge

Hauptstandorte in Deutschland
Frankfurt/Kaiserstraße 70
Berlin/Reinhardtstraße 14



Sonntag, 2. Juni 2013

Pilzlexikon

Pilzfinder.de bietet Suchmöglichkeiten anhand deutschen Namen, lateinischen Namen und Bildern.
Es werden Angaben gemacht zu Merkmalen, Farbe, Verwechselbarkeit, Vorkommen, Zeitraum, kulinarischer Verwendbarkeit und Besonderheiten.
>  www.pilzfinder.de

Mittwoch, 30. Januar 2013

Pressefreiheit in der Welt

© RSF/ROG
Die ROG-Rangliste der Pressefreiheit vergleicht die Situation der Medien in 179 Staaten und Regionen bis Ende November 2012.
An der Spitze der Rangliste stehen europäische Länder, Schlusslichter sind wie seit Jahren Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan.
Deutschland (Platz 17 (-1)) verbessert sich im Vergleich zu vielen anderen Ländern, fällt in der Rangliste aber einen Platz zurück, weil die Zwergstaaten Andorra (Platz 5) und Liechtenstein (Platz 7) erstmals aufgelistet wurden.
Österreich (Platz 12 (-7)) und die Schweiz (Platz 14 (-6)) fallen aus der Top10.

> Rangliste der Länder 2013
> Erläuterungen zu einigen Entwicklungen zu der Rangliste von 2012.

Mittwoch, 28. November 2012

WWF-Artenlexikon

In dem Artenlexikon des WWF < www.wwf.de > werden Hintergrundinformationen, Karten, Bilder und mehr von gefährdeten Arten oder Artengruppen gegeben. Dargestellt wird, wie sie Leben, welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind und mit welchen Projekten sich der WWF für ihren Erhalt einsetzt.

WWF-Artenlexikon

Sonntag, 12. August 2012

Erdbebenrisiko in Deutschland und Europa

Erstmals harmonisierter Erdbebenkatalog für Europa und den Mittelmeerraum für das letzte Jahrtausend verfügbar
© GFZ 
Karte der Epizentren der katalogisierten Erdbeben in EMEC sowie Plattengrenzen (rot) und ausgewählte Bruchstörungen erster Ordnung (schwarz). Gelb katalogisiertes Gebiet.

10.08.2012 | Potsdam: Wie stark kann in Deutschland die Erde beben? Wo sind in Europa die Häufungen von Erdbeben zu finden?
Diese Fragen sind Ausgangspunkt für Risikoabschätzungen und werden relevant, wenn es um die Sicherheit von Gebäuden oder das Auftreten von Tsunami geht.
Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ ist es nun erstmals gelungen, einen harmonisierten Erdbebenkatalog für Europa und den Mittelmeerraum für das letzte Jahrtausend zu erarbeiten. Der Katalog umfasst etwa 45 000 Erdbeben, wie sie in der neuesten Ausgabe des „Journal of Seismology“ berichten. Erdbeben treten in unterschiedlicher Häufigkeit auf. Das bedeutet, das in manchen Regionen starke Erdbeben in Zeitabständen von Hunderten von Jahren auftreten können. Das seltene Auftreten kann damit eine trügerische Sicherheit verursachen, die das tatsächlich vorhandene Risiko überdeckt, zumal erste messtechnische Aufzeichnungen erst seit rund hundert Jahren vorliegen und verlässliche Daten auch zu schwächeren Beben erst seit etwa fünfzig Jahren. Die einzige Möglichkeit zur Erfasssung des real existierenden Risikos ist die Auswertung historischer Beben.

„Der von uns vorgelegte Katalog umfasst die Beben der letzten tausend Jahre ab einer Magnitude Mw von 3,5 im nördlichen Teil des katalogisierten Gebietes und Magnitude Mw größer als 4,0 für den südlichen Teil“, erklärt Dr. Gottfried Grünthal vom GFZ.
Auf der Basis von etwa 80 zumeist nationalen Katalogen, mehr als 100 weiteren Quellen sowie vielen eigener Analysen historischer Schlüsselerdbeben bietet der EMEC-Katalog (European-Mediterranean Earthquake Catalogue) jetzt erstmals eine regionale Langzeit-Datenbasis mit vereinheitlichten Magnituden zur Messung der Stärke von Beben Bei der Zusammenführung all dieser Quellen, die teils beträchtlich differierende Stärkeangaben der Beben anhand unterschiedlicher Magnitudenskalen oder Intensitäten nutzen, wurde besonders Augenmerk darauf gerichtet, diese in Form harmonisierter Mw-Magnituden zu vereinheitlichen.
Die Beben sind in EMEC für den Zeitraum von 1000 AD bis 2006 katalogisiert.
Im Gebiet südlich von 40°N und östlich von 10°E erlaubt die Datenlage die Katalogisierung ab 300 AD. Natürlich sind die Bebendaten in den frühesten katalogisierten Zeiten nicht vollständig. Die Zeiten, ab derer bestimmte Bebenmagnituden hinreichend vollständig vorliegen, variiert im Kataloggebiet beträchtlich. So lässt sich abschätzen, dass beispielsweise Beben mit Mw ≥ 6,5 in der Levante ab etwa 300 AD hinreichend vollständig erfasst sind, Beben mit Mw 5 und größer dort ab etwa 1965.
Dagegen liegen Beben mit Mw 5 und größer im Gebiet Deutschlands ab etwa 1600 hinreichend vollständig katalogisiert vor.
 „Bestandteil der EMEC-Veröffentlichung ist zudem eine Liste von Beben, die nach unseren neuen Erkenntnissen nicht stattgefunden haben (sog. fakes) infolge von Irrtümern von Chronisten, Verwechslungen und Datumsfehlern“, erläutert GFZ-Forscher Gottfried Grünthal.
Wert gelegt wurde auch auf Nutzerfreundlichkeit: „Auf der GFZ-EMEC-Webseite können die Daten innerhalb des Kataloggebietes nach Nutzerwünschen heruntergeladen und entsprechend der Vorgaben der Nutzer Karten der Epizentren der Erdbeben innerhalb gewünschter zeitlicher und räumlicher Ausschnitte, Maßstäbe und Kartenprojektionen generiert, gespeichert und gedruckt werden.“

Der EMEC-Katalog ist damit eine verlässliche Grundlage für die Gefährdungsabschätzung für Erdbeben und bebenbedingter Tsunamis. Darüber hinaus ist ein solcher Erdbebenkatalog die Grundlage vieler weiterer geowissenschaftlicher Untersuchungen und Quelle für Recherchen außerhalb von Forschungsanwendungen. 

Bilder in druckfähiger Auflösung finden sich unter:
www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/Public+Relations/M40-Bildarchiv/Bildergalerie+EMEC
www.gfz-potsdam.de/EMEC

Quelle: Grünthal G., Wahlström R. (2012) The European-Mediterranean Earthquake Catalogue (EMEC) for the last millennium. Journal of Seismology 16(3): 535-570, DOI: (10.1007/s10950-012-9302-y)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Eichhörnchen-Notruf e.V.

Die Organisation Eichhörnchen-Notruf e.V. ist ein bundesweit agierender Verein, der sich nicht nur der Aufzucht, Wiederauswilderung und dem Schutz des Europäischen Eichhörnchens widmet, sondern auch dem Kampf gegen die Züchtung und Haltung dieser Tiere.

Das Herz der Organisation stellt hierbei das Netzwerk von über 60 Auffangstationen dar, die sich bundesweit aktiv und durchweg ehrenamtlich für diese Tiere einsetzen. In den vergangenen Jahren konnten wir zudem unser Netzwerk auf Österreich, die Schweiz und Luxemburg erweitern.

Während noch vor einigen Jahren Finder von verwaisten oder verletzten Eichhörnchenjungtieren ohne Informationsquelle und ohne Hilfestellung mit der Versorgung der Tiere auf sich alleine gestellt waren, sorgt heute ein Notfallteam (NT) über eine Servicenummer für fachkundige und professionelle Hilfe.

Wir alle haben langjährige Erfahrung in der Aufzucht und Wiederauswilderung von Eichhörnchen-Findelkindern und stehen auch immer wieder Tierärzten, die sich mit der adäquaten medizinischen Versorgung von Eichhörnchen nicht auskennen, beratend zur Seite. Unser Team setzt sich u.a. aus Tierärzten, Biologen sowie medizinisch und tiermedizinisch ausgebildeten Mitarbeitern zusammen.

Die Qualität und Popularität unserer Arbeit wird allein durch die Zahl der betreuten Tiere deutlich. Im Jahr 2007 konnten 1181 Findelkinder aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen werden. Diese Zahlen sprechen für sich und machen die Arbeit des Eichhörnchen Notrufes auch für Presse und Fernsehen interessant und erwähnenswert. So erschienen allein im Jahr 2007 etwa 50 Artikel, damals noch innerhalb der ESA e.V., über unsere aktive Tätigkeit. Heute erhalten wir Anfragen von National Geographic, dem Stern, ZDF und Vox, um nur einige zu nennen.

Die professionelle Arbeit, die schnelle Unterbringung und Versorgung der Tiere wird in erster Linie durch das sogenannte Notfall-Telefon gewährleistet. Hier gehen alle Notrufe von Findelkindern, verletzten Tieren etc. ein. Mit dem ersten Anruf über das Notfall-Telefon wird eine Art Akte für das betreffende Tier angelegt, die bis zum Tag der Wiederauswilderung fortgeführt wird bzw. mit dieser endet. Auf diese Weise entsteht eine lückenlose Chronik für jedes in Obhut genommene Tier, die gewährleistet, dass wir jederzeit Auskunft über bestimmte Tiere geben können.

Die Rückführung der Tiere in die Natur erfolgt stets nach dem Prinzip der sanften Auswilderung, d. h. die futterfesten Jungtiere kommen mit einem Alter von 8-12 Wochen zunächst in ein entsprechend großes Außengehege, wo sie ihre natürlichen Instinkte, die immer genetisch vorhanden sind, aktivieren können! In den folgenden zwei bis vier Wochen werden Motorik trainiert, die Sinne geschärft und es erfolgt die Anpassung an die natürlichen Begebenheiten, wie Tag/Nachtrhythmus, Temperatur Geräuschkulisse etc. In dieser Zeit nehmen die Eichhörnchen aber auch Abstand von der Menschenhand, die sie aufgezogen hat, und werden schnell wieder zu scheuen, vorsichtigen Wildtieren.

Erst nach diesem Aufenthalt im Auswilderungsgehege sind die Findelkinder soweit auf die Freiheit vorbereitet, dass schließlich frühmorgens, noch vor Sonnenaufgang, das Gehege geöffnet werden kann. Mit und nach dem Öffnen des Geheges erhalten die Jungtiere weiterhin und so lange Zugang zu Futter und Schlafplätzen, bis sie schließlich abwandern bzw. ein eigenes Revier gefunden haben.
> Vollständiger Artikel

Servicetelefon

Haben Sie ein Eichhörnchen gefunden, so können Sie uns zu folgenden Sprechzeiten erreichen:
Montag - Sonntag 10:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 20:00 Uhr
Servicetelefon:
0700 200 200 12

Um das Service-Telefon nicht unnötig zu belasten, bitte allgemeine Fragen rund um das Thema Eichhörnchen via Mail an info@eichhoernchen-notruf.com richten.

Die 10 wichtigsten Schritte zur Erstversorgung von verwaisten Jungtieren finden Sie im 10-Punkte-Plan.

> http://eichhoernchen-notruf.com/

Donnerstag, 15. März 2012

Datenbank - Invasive Neobiota

Global Invasive Species Database (GISD)
Globale Datenbank für Invasive Neobiota.
Englischsprachige Webseite. Namen auch in Deutsch.
Rangliste der Hundert gefährlichsten invasiven Arten.
>http://www.issg.org/database/welcome/