Posts mit dem Label Deutschland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Deutschland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. August 2012

Erdbebenrisiko in Deutschland und Europa

Erstmals harmonisierter Erdbebenkatalog für Europa und den Mittelmeerraum für das letzte Jahrtausend verfügbar
© GFZ 
Karte der Epizentren der katalogisierten Erdbeben in EMEC sowie Plattengrenzen (rot) und ausgewählte Bruchstörungen erster Ordnung (schwarz). Gelb katalogisiertes Gebiet.

10.08.2012 | Potsdam: Wie stark kann in Deutschland die Erde beben? Wo sind in Europa die Häufungen von Erdbeben zu finden?
Diese Fragen sind Ausgangspunkt für Risikoabschätzungen und werden relevant, wenn es um die Sicherheit von Gebäuden oder das Auftreten von Tsunami geht.
Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ ist es nun erstmals gelungen, einen harmonisierten Erdbebenkatalog für Europa und den Mittelmeerraum für das letzte Jahrtausend zu erarbeiten. Der Katalog umfasst etwa 45 000 Erdbeben, wie sie in der neuesten Ausgabe des „Journal of Seismology“ berichten. Erdbeben treten in unterschiedlicher Häufigkeit auf. Das bedeutet, das in manchen Regionen starke Erdbeben in Zeitabständen von Hunderten von Jahren auftreten können. Das seltene Auftreten kann damit eine trügerische Sicherheit verursachen, die das tatsächlich vorhandene Risiko überdeckt, zumal erste messtechnische Aufzeichnungen erst seit rund hundert Jahren vorliegen und verlässliche Daten auch zu schwächeren Beben erst seit etwa fünfzig Jahren. Die einzige Möglichkeit zur Erfasssung des real existierenden Risikos ist die Auswertung historischer Beben.

„Der von uns vorgelegte Katalog umfasst die Beben der letzten tausend Jahre ab einer Magnitude Mw von 3,5 im nördlichen Teil des katalogisierten Gebietes und Magnitude Mw größer als 4,0 für den südlichen Teil“, erklärt Dr. Gottfried Grünthal vom GFZ.
Auf der Basis von etwa 80 zumeist nationalen Katalogen, mehr als 100 weiteren Quellen sowie vielen eigener Analysen historischer Schlüsselerdbeben bietet der EMEC-Katalog (European-Mediterranean Earthquake Catalogue) jetzt erstmals eine regionale Langzeit-Datenbasis mit vereinheitlichten Magnituden zur Messung der Stärke von Beben Bei der Zusammenführung all dieser Quellen, die teils beträchtlich differierende Stärkeangaben der Beben anhand unterschiedlicher Magnitudenskalen oder Intensitäten nutzen, wurde besonders Augenmerk darauf gerichtet, diese in Form harmonisierter Mw-Magnituden zu vereinheitlichen.
Die Beben sind in EMEC für den Zeitraum von 1000 AD bis 2006 katalogisiert.
Im Gebiet südlich von 40°N und östlich von 10°E erlaubt die Datenlage die Katalogisierung ab 300 AD. Natürlich sind die Bebendaten in den frühesten katalogisierten Zeiten nicht vollständig. Die Zeiten, ab derer bestimmte Bebenmagnituden hinreichend vollständig vorliegen, variiert im Kataloggebiet beträchtlich. So lässt sich abschätzen, dass beispielsweise Beben mit Mw ≥ 6,5 in der Levante ab etwa 300 AD hinreichend vollständig erfasst sind, Beben mit Mw 5 und größer dort ab etwa 1965.
Dagegen liegen Beben mit Mw 5 und größer im Gebiet Deutschlands ab etwa 1600 hinreichend vollständig katalogisiert vor.
 „Bestandteil der EMEC-Veröffentlichung ist zudem eine Liste von Beben, die nach unseren neuen Erkenntnissen nicht stattgefunden haben (sog. fakes) infolge von Irrtümern von Chronisten, Verwechslungen und Datumsfehlern“, erläutert GFZ-Forscher Gottfried Grünthal.
Wert gelegt wurde auch auf Nutzerfreundlichkeit: „Auf der GFZ-EMEC-Webseite können die Daten innerhalb des Kataloggebietes nach Nutzerwünschen heruntergeladen und entsprechend der Vorgaben der Nutzer Karten der Epizentren der Erdbeben innerhalb gewünschter zeitlicher und räumlicher Ausschnitte, Maßstäbe und Kartenprojektionen generiert, gespeichert und gedruckt werden.“

Der EMEC-Katalog ist damit eine verlässliche Grundlage für die Gefährdungsabschätzung für Erdbeben und bebenbedingter Tsunamis. Darüber hinaus ist ein solcher Erdbebenkatalog die Grundlage vieler weiterer geowissenschaftlicher Untersuchungen und Quelle für Recherchen außerhalb von Forschungsanwendungen. 

Bilder in druckfähiger Auflösung finden sich unter:
> www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/Public+Relations/M40-Bildarchiv/Bildergalerie+EMEC
> www.gfz-potsdam.de/EMEC

Quelle: Grünthal G., Wahlström R. (2012) The European-Mediterranean Earthquake Catalogue (EMEC) for the last millennium. Journal of Seismology 16(3): 535-570, DOI: (10.1007/s10950-012-9302-y)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Eichhörnchen-Notruf e.V.

Die Organisation Eichhörnchen-Notruf e.V. ist ein bundesweit agierender Verein, der sich nicht nur der Aufzucht, Wiederauswilderung und dem Schutz des Europäischen Eichhörnchens widmet, sondern auch dem Kampf gegen die Züchtung und Haltung dieser Tiere.

Das Herz der Organisation stellt hierbei das Netzwerk von über 60 Auffangstationen dar, die sich bundesweit aktiv und durchweg ehrenamtlich für diese Tiere einsetzen. In den vergangenen Jahren konnten wir zudem unser Netzwerk auf Österreich, die Schweiz und Luxemburg erweitern.

Während noch vor einigen Jahren Finder von verwaisten oder verletzten Eichhörnchenjungtieren ohne Informationsquelle und ohne Hilfestellung mit der Versorgung der Tiere auf sich alleine gestellt waren, sorgt heute ein Notfallteam (NT) über eine Servicenummer für fachkundige und professionelle Hilfe.

Wir alle haben langjährige Erfahrung in der Aufzucht und Wiederauswilderung von Eichhörnchen-Findelkindern und stehen auch immer wieder Tierärzten, die sich mit der adäquaten medizinischen Versorgung von Eichhörnchen nicht auskennen, beratend zur Seite. Unser Team setzt sich u.a. aus Tierärzten, Biologen sowie medizinisch und tiermedizinisch ausgebildeten Mitarbeitern zusammen.

Die Qualität und Popularität unserer Arbeit wird allein durch die Zahl der betreuten Tiere deutlich. Im Jahr 2007 konnten 1181 Findelkinder aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen werden. Diese Zahlen sprechen für sich und machen die Arbeit des Eichhörnchen Notrufes auch für Presse und Fernsehen interessant und erwähnenswert. So erschienen allein im Jahr 2007 etwa 50 Artikel, damals noch innerhalb der ESA e.V., über unsere aktive Tätigkeit. Heute erhalten wir Anfragen von National Geographic, dem Stern, ZDF und Vox, um nur einige zu nennen.

Die professionelle Arbeit, die schnelle Unterbringung und Versorgung der Tiere wird in erster Linie durch das sogenannte Notfall-Telefon gewährleistet. Hier gehen alle Notrufe von Findelkindern, verletzten Tieren etc. ein. Mit dem ersten Anruf über das Notfall-Telefon wird eine Art Akte für das betreffende Tier angelegt, die bis zum Tag der Wiederauswilderung fortgeführt wird bzw. mit dieser endet. Auf diese Weise entsteht eine lückenlose Chronik für jedes in Obhut genommene Tier, die gewährleistet, dass wir jederzeit Auskunft über bestimmte Tiere geben können.

Die Rückführung der Tiere in die Natur erfolgt stets nach dem Prinzip der sanften Auswilderung, d. h. die futterfesten Jungtiere kommen mit einem Alter von 8-12 Wochen zunächst in ein entsprechend großes Außengehege, wo sie ihre natürlichen Instinkte, die immer genetisch vorhanden sind, aktivieren können! In den folgenden zwei bis vier Wochen werden Motorik trainiert, die Sinne geschärft und es erfolgt die Anpassung an die natürlichen Begebenheiten, wie Tag/Nachtrhythmus, Temperatur Geräuschkulisse etc. In dieser Zeit nehmen die Eichhörnchen aber auch Abstand von der Menschenhand, die sie aufgezogen hat, und werden schnell wieder zu scheuen, vorsichtigen Wildtieren.

Erst nach diesem Aufenthalt im Auswilderungsgehege sind die Findelkinder soweit auf die Freiheit vorbereitet, dass schließlich frühmorgens, noch vor Sonnenaufgang, das Gehege geöffnet werden kann. Mit und nach dem Öffnen des Geheges erhalten die Jungtiere weiterhin und so lange Zugang zu Futter und Schlafplätzen, bis sie schließlich abwandern bzw. ein eigenes Revier gefunden haben.
> Vollständiger Artikel

Servicetelefon

Haben Sie ein Eichhörnchen gefunden, so können Sie uns zu folgenden Sprechzeiten erreichen:
Montag - Sonntag 10:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 20:00 Uhr
Servicetelefon:
0700 200 200 12

Um das Service-Telefon nicht unnötig zu belasten, bitte allgemeine Fragen rund um das Thema Eichhörnchen via Mail an info@eichhoernchen-notruf.com richten.

Die 10 wichtigsten Schritte zur Erstversorgung von verwaisten Jungtieren finden Sie im 10-Punkte-Plan.

> http://eichhoernchen-notruf.com/

Donnerstag, 2. Februar 2012

BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)


Typ:
Eingetragener Verein
Gegründet:
1975
Sitz:
BRD/Berlin
Finanzierung:
Beiträgen, Spenden, Erbschaften, Zuschüssen und Bußgeldern
(2010: 14 Mio. Euro)

Aktionsraum:
Fokus BRD
Themen:
Umweltschutz
Methoden:
Einsatz- und Projektarbeit
Mitglieder:
461.000 (2010)

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) ist eine deutsche nichtstaatliche Organisation (NGO), die sich vor allem dem Umwelt- und Naturschutz im Inland zuwendet, etwa dem Schutz von Flüssen, von Wäldern oder einzelner Tierarten. Er setzt sich als einer der großen, anerkannten Naturschutzverbände in Deutschland für Mensch und Natur ein.
Der BUND führt konkrete Naturschutzprojekte durch, betreibt Umweltbildung und informiert Massenmedien und Bürger über wichtige Themen des Umwelt- und Naturschutzes.
Vom Staat ist der Verein als Umwelt- und Naturschutzverband (Träger öffentlicher Belange) anerkannt und muss daher bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört werden.
Der NABU ist die nationale Partnerorganisation des internationalen Naturschutznetzwerkes Friends of the Earth und Mitglied des Grüner Strom Label e.V., der das gleichnamige Gütesiegel für Ökostrom-Angebote vergibt.

Gründung:
Der Verein wurde am 20. Juli 1975 in Marktheidenfeld (Main-Spessert) von Horst Stern, Bernhard Grzimek, Hubert Weinzierl, Bodo Manstein (1. Vorsitzender), Gerhard Thielcke, Herbert Gruhl, Hubert Weiger, Enoch zu Guttenberg und dreizehn weiteren Umweltschützern gegründet (unter maßgeblicher Mithilfe des Bund Naturschutz in Bayern).

NABU über sich:
Der BUND versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Unsere Vision ist ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt. Wir orientieren die Umsetzung unserer Vision an den Leitbildern der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland".

Ziele:

Der BUND setzt sich für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen ein.
Im Einzelnen steht er unter anderem für
  • den Umbau der Energiewirtschaft hin zu regenerativen Energiequellen, 
  • den Umbau des Verkehrssystems hin zu regenerativen Treibstoffen, 
  • eine Förderung des öffentlichen Personenverkehrs sowie des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs, 
  • einen sanften Tourismus: Fahrrad- und Wanderurlaube, Fernfahrten mit der Bahn, 
  • ein Energiespar- und Sanierungsprogramm des Wohnungs- und Hausbestandes, 
  • den Schutz von ökologisch wertvollen Flächen und Landschaften, 
  • eine umweltfreundliche und artgerechte Land- und Forstwirtschaft.

Aktivitäten:
  • Der Verband wird bei Eingriffen in die Natur – vom Pflügen einer geschützten Orchideenwiese über die Ausweisung neuer Baugebiete bis zur Planfeststellung eines Flughafens – gehört, muss also fachlich fundierte Stellungnahmen schreiben. Diese Arbeit wird überwiegend von ehrenamtlichen Mitgliedern mit entsprechender Fachkenntnis übernommen, teilweise auch von den Angestellten des Vereins.
  • Viele Mitglieder werden (ehrenamtlich) in den Naturschutzbeirat auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene berufen.
  • Ortsgruppen pflegen lokale Biotope, geben ihr Wissen durch Führungen weiter und leiten Kindergruppen. Der BUND stellt Informationsmaterial in Form von Broschüren, Argumentationen, Hintergrundberichten und Studien zur Verfügung.
  • Der BUND ist Mitglied des Grüner Strom Label e. V., der das gleichnamige Gütesiegel für Ökostromangebote vergibt.

Projektbeispiele:
  • 1978 Kampagne Rettet die Vögel; Präsentation des ersten deutschen Solarmobils.
  • 1981 Erster öffentlicher Hinweis auf das Waldsterben
  • 1988 Kampagne Garten ohne Gift.
  • 1989 Das Projekt Grünes Band Deutschland soll Biotope entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze schützen.
  • 1994 Veröffentlichung der ersten Umwelt-Computerliste.
  • 1995 Veröffentlichung der Studie Zukunftsfähiges Deutschland gemeinsam mit Misereor.
  • 2001 BUND, Deutsche Bahn, NABU, WWF und VCD starten im April die Aktion Fahrtziel Natur.
  • 2003 Das Magazin GEO und der BUND richten im Grünen Band gemeinsam den fünften GEO-Tag der Artenvielfalt aus. 500 Experten kartieren in 24 Stunden mehr als 5200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten, darunter auch Arten, die bereits als ausgestorben galten.
  • 2004 Der BUND präsentiert mit dem Rettungsnetz Wildkatze sein bislang größtes Artenschutzprogramm. Laut dem vorgestellten „Wildkatzenwegeplan“, sollen bestehende Wälder mit Wildkatzenpopulationen in ganz Deutschland durch ein 20.000 Kilometer langes Netz aus Busch und Baum-Korridoren verbunden werden. 
  • 2005 Der BUND startet gemeinsam mit dem ZDF und dem UFZ–Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle die Aktion Abenteuer Schmetterling (ab 2006: Abenteuer Faltertage).
  • 2005 Die BUNDstiftung wird gegründet, die den Umwelt- und Naturschutz nachhaltig fördern soll.
  • 2006 Das Aktionsbündnis Zukunft statt Braunkohle wird mit Bürgerinitiativen und anderen Umweltverbänden gegründet.
  • 2006 Start der Aktion Atomausstieg selber machen gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen.
  • 2007 Mit der Zeitung Kohle-Express protestiert der BUND gegen den Bau von mehr als 20 neuen Kohlekraftwerken in Deutschland und die Erweiterung des Braunkohletagebaus.
  • 2007 Der Wettbewerb Adbusting prangert die Autohersteller BMW, Mercedes und Volkswagen an, die entgegen ihren Versprechungen vor allem Spritfresser bewerben.
  • 2008 Gemeinsam mit Verbrauchern und unterstützt von Sarah Wiener fordert der BUND mit seiner Aktion Aus Liebe zur Natur. Ohne Gentechnik von EDEKA die Kennzeichnung entsprechender Produkte mit dem Etikett „Ohne Gentechnik“.
  • 2010 Der BUND Hamburg ist Mitinitiator einer Volksinitiative, die das Ziel einer Rekommunalisierung der Energienetze und der Etablierung „echter“ Stadtwerke in Hamburg hat. Die Initiative aus 24 Organisationen hat mit einem Volksbegehren erreicht, dass 2013 ein Volksentscheid durchgeführt wird. 
  • 2010 Die Aktion Zukunft ohne Gift will erreichen, dass Kinder ohne Belastung durch schädliche Chemikalien aufwachsen. So können Kindertagesstätten Staubproben aus ihrer Einrichtung beim BUND kostenlos auf Weichmacher testen lassen. Bestimmte chemische Schadstoffe haben eine hormonelle Wirkung und stehen unter Verdacht, zu Unfruchtbarkeit, Diabetes und Krebs zu führen. 
{größtenteils aus dem Wikipedia-Artikel}

>www.bund.net<

Dienstag, 13. Dezember 2011

Meldungen des BUND

Dienstag, 15. November 2011

Der Wisent zurück in Deutschland

Wisent-Familie in Hessen; Bild: Wisent-Welt-Wittgenstein Der Wisent oder der Europäische Bison (Bison bonasus) ist seit der Ausrottung des Auerochsen Europas schwerstes und größtes Landsäugetier und zudem der letzte Vertreter der wildlebenden Rinderarten des europäischen Kontinents.
Wisente kamen noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. Ihr Lebensraum sind gemäßigte Laub-, Nadel- und Mischwälder. Diesem Lebensraum entsprechend ist der Wisent als Herdentier nur in kleinen Gruppen anzutreffen. Typische Herden umfassen zwölf bis 20 Tiere und bestehen aus Kühen und Jungtieren. Geschlechtsreife Bullen halten sich nur während der Brunftzeit bei den Herden auf.
Der nächste Verwandte des Wisents ist der amerikanische Bison, mit dem er uneingeschränkt kreuzbar ist.
In den 1920er Jahren war der Wisent vom Aussterben bedroht; der letzte freilebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen.
Alle heute lebenden Wisente stammen von nur zwölf in Zoos und Tiergehegen gepflegten Wisenten ab. Die niedrige genetische Variabilität gilt als eine der wesentlichen Gefahren für den langfristigen Erhalt der Art. 1949 lebten in vier polnischen und zwei sowjetischen Zuchtstätten insgesamt 69 reinblütige Wisente und damit etwas mehr als die Hälfte des Weltbestandes.
Nach Anstrengungen seitens Zoos und Privatpersonen, die Art zu erhalten, konnten die ersten freilebenden Wisentherden 1952 im Gebiet des heutigen Nationalparks Białowieża an der polnisch-weißrussischen Grenze wieder ausgewildert werden.
2004 existierten 31 frei lebende Populationen in einer Gesamtstärke von 1'955 Wisenten. Das entsprach rund 60 Prozent des Weltbestandes.
Im Jahr 2006 standen etwa 3'200 reinblütige Wisente im Zuchtbuch. Davon wurden ungefähr 420 in Deutschland, 26 in der Schweiz und 13 in Österreich gehalten.

In Deutschland laufen derzeit zwei Auswilderungsprojekte:

Potenzielle Lebensräume

In einer WWF-Studie wurden 10 Gebiete für eine Wiederansiedelung des Wisents identifiziert.[4]

Besonders geeignet:
  • Müritz-Nationalpark mit der Mecklenburgischen Seenplatte
  • Region Cottbus-Spreewald-Guben
  • Harz
  • Pfälzer Wald 

Geignet:
  • Schwarzwald
  • Spessart
  • Bayerischer Wald
  • Thüringer Wald
  • deutsche Alpen 
  • Region rund um Celle/Hermannsburg


Montag, 19. September 2011

Naturschutzbund Deutschland (NABU)



Typ:
eingetragener Verein
Gegründet:
1899
Sitz:
BRD/Berlin
Finanzierung:
Beiträgen, Spenden, Erbschaften, Zuschüssen und Bußgeldern
(2009: 20.946.962 Euro)

Aktionsraum:
Global, Fokus BRD
Themen:
Umweltschutz, Fokus Naturschutz
Methoden:
Einsatz- und Projektarbeit
Mitglieder:
460.000 (02/2010)

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) ist eine deutsche nichtstaatliche Organisation (NGO), die sich vor allem konkreten Zielen des Naturschutzes im In- und Ausland zuwendet, etwa dem Schutz von Flüssen, von Wäldern oder einzelner Tierarten.
Er setzt sich als einer der großen, anerkannten Naturschutzverbände in Deutschland für Mensch und Natur ein. Der NABU führt konkrete Naturschutzprojekte durch, unterhält eigene Forschungsinstitute, betreibt Umweltbildung und informiert Massenmedien und Bürger über wichtige Themen im Umwelt- und Naturschutz. Vom Staat ist der Verein als Umwelt- und Naturschutzverband (Träger öffentlicher Belange) anerkannt und muss daher bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört werden.

Der NABU ist die nationale Partnerorganisation von BirdLife International und Mitglied des Grüner Strom Label e.V., der das gleichnamige Gütesiegel für Ökostrom-Angebote vergibt.

NABU über sich:
"Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt."

Gründung
Am 1. Februar 1899 gründete Lina Hähnle in Stuttgart den „Bund für Vogelschutz“ (BfV). Zweck des Bundes war der Schutz der einheimischen Vogelwelt, durch Schaffung von Nisthilfen, Fütterung im Winter und Aufklärung der Bevölkerung beispielsweise durch ein Verbot der damaligen Vogelfeder-Hutmode. Lina Hähnle selbst strebte einen breiter angelegten Naturschutz an und stimmte dem Namen und Vereinszweck unter der Bedingung zu, dass unter der Flagge des Vogelschutzes für die gesamte Natur Sorge getragen würde. Bis 1938 war sie Vorsitzende und gewann mit ihrem Konzept eines besonders niedrigen Jahresbeitrags von 50 Pfennigen für Erwachsene und 10 Pfennigen für Kinder bis über 41.000 Mitglieder. Das erste betreute Schutzgebiet war die Vogelinsel bei Giengen an der Brenz.

Aufgaben und Ziele
Zu den Aufgaben des NABU gehört die überparteiliche, politische Arbeit. Leitbild ist dabei eine lebenswerte Umwelt. Der NABU mischt sich auf gesetzlicher Grundlage ein, wird an behördlichen Naturschutzverfahren beteiligt und begutachtet Eingriffe in die Natur. Dabei geht es vor allem darum, Umweltschäden zu vermeiden und hierfür konstruktive, praktikable Lösungen vorzuschlagen.
Zu den Zielen des NABU gehört es, Bewusstsein für die Natur zu schaffen und über sie zu informieren. Über den Erhalt einzelner Schutzgebiete hinaus sind auch langfristige Lösungen und ein konsequentes Umdenken gefragt. Deshalb bringt der NABU die Umwelt in die Medien – zum Beispiel mit Kampagnen für naturnahe Waldwirtschaft, ökologische Landwirtschaft oder für eine ökologische Steuerreform. Verteilt über ganz Deutschland bieten außerdem rund hundert NABU-Naturschutzzentren Information und Umweltbildung an. Oft wird dort gleichzeitig praktische Naturschutzarbeit geleistet, indem ein bestimmtes Gebiet geschützt und gepflegt wird. Die Mitglieder des NABU betreiben vielfach praktischen Naturschutz vor Ort: Sie pflanzen Hecken, stellen Krötenzäune (Amphibienschutz) auf und schützen so bedrohte Tierarten. Darüber hinaus betreuen sie mehr als 5000 Schutzgebiete. Der NABU ist auch international aktiv und hilft beispielsweise, das Weltnaturerbe Russlands zu retten oder in Kirgisistan die letzten Schneeleoparden vor dem Aussterben zu bewahren.
Die NABU-eigenen Forschungsinstitute, wissenschaftlichen Fachausschüsse und Arbeitskreise leisten dabei Grundlagenarbeit. Sie erarbeiten Konzepte und geben Fachpublikationen heraus. Die Arbeitsgebiete reichen von naturwissenschaftlichen Spezialthemen über Verkehr- und Energiepolitik bis hin zu ökologischer Land- und Forstwirtschaft.
Der NABU ist ein nach § 59 BNatSchG anerkannter Verein und wirkt nach § 58 BNatSchG im Bund und in den Ländern bei der Vorbereitung von Verordnungen zum Naturschutz und zur Landschaftspflege, in Planfeststellungsverfahren, die mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind und bei Plangenehmigungen mit, für die eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen ist.
{größtenteils aus dem Wikipedia-Artikel}

>http://www.nabu.de<

Sonntag, 28. August 2011

Das NABU-Artenlexikon

Artenlexikon
Mehr als 300 ausführliche Artenportraits aus der Tier- und Pflanzenwelt Deutschlands.

"Wussten Sie, dass die Gamma-Eule gar keine Eule ist, sondern ein Nachtfalter und dass das Mäuseöhrchen nichts mit Mäusen zu tun hat, weil es zu den Schnecken gehört? Im NABU-Artenlexikon finden Sie zoologische und botanische Besonderheiten ebenso wie bekanntere Tiere von Aal bis Zitronenfalter."


So entdecken Sie die Arten:
Starten Sie einfach per Mausklick in die Welt der Tiere oder die der Pflanzen. Neben den Beschreibungen und Bildern finden Sie außerdem nützliche Informationen zum Schutz der Arten oder sogar Tipps zum Kochen oder Basteln.

>http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/abisz/index.html<